Wenn Staatsbetriebe Bitcoin-Dienstleistungen anbieten
Wenn man eine Postfiliale betritt, dann wird sich sicherlich nicht der Eindruck einstellen, dass es sich dabei um ein digitalaffines und innovatives Unternehmen handelt - egal, ob in Deutschland oder Österreich. Dennoch können an jedem Post-Standort in Österreich Bitcoin & Co. erworben werden. In Kooperation mit bitpanda können Post-Kunden Krypto-Gutscheine in verschiedenen Stückelungen erwerben und auf ihre Wallet laden.
Eine ähnlich gelagerte Dienstleistung bietet die vom Image mindestens genauso eingestaubte und biedere Österreichische Staatsdruckerei an. So kooperiert der Dienstleister Coinfinity mit der staatlichen Institution, um Card Wallets herzustellen. Aber auch, wenn es um das direkte Bezahlen mit Kryptowährungen geht, scheint Deutschland Österreich hinterherzuhinken. So akzeptiert der österreichische Energieversorger switch, eine Tochter der EnergieAllianzAustria, Bitcoin als Zahlungsmittel.
Das Besondere an diesen Beispielen ist, dass es sich nicht um hippe Start-ups handelt, sondern um etablierte Institutionen. Solche Beispiele sucht man in Deutschland vergebens. Schade, denn gerade große Unternehmen und Institutionen könnten dafür sorgen, dass Kryptowährungen stärker in die Mitte der Gesellschaft rücken und ihr Schmuddel-Image verlieren. Wenn eine Post oder Staatsdruckerei mit Bitcoin hantiert, verlieren auch konservative und risikoscheue Personen ihre Vorbehalte gegenüber Kryptowährungen.