Krieg zwischen China und den Kryptocoins geht in die Nächste Runde

Chinesische Behörden gehen offenbar immer massiver gegen Kryptowährungen wie Bitcoin vor. Nachdem mehrere Bitcoin-Börsen angekündigt haben, ihre Geschäfte in dem Land einstellen zu wollen, gilt für deren Chefs nun angeblich ein Ausreiseverbot.
Die chinesischen Behörden gehen immer entschiedener gegen die Bitcoin-Börsen im Land vor und haben angeblich deren wichtigsten Vertretern vorläufig untersagt, das Land zu verlassen. Das berichtet das Wall Street Journal unter Berufung auf eine Konferenz in Hongkong, zu der eigentlich auch Vertreter von Bitkan und Okcoin erwartet worden waren. Die erschienen jedoch nicht, anwesend war aber der exzentrische Software-Entwickler John McAfee, der selbst im Bitcoin-Geschäft aktiv ist. Der habe von dem allgemeinen Ausreiseverbot berichtet, das die Verantwortlichen dazu bringen solle, bei der Abwicklung ihrer chinesischen Geschäftsaktivitäten zu helfen.
"Krieg" um Kryptogeld
Vergangene Woche hatte mit BTCC
eine der bedeutendsten Bitcoin-Börsen des Reichs der Mitte angekündigt,
den Geschäftsbetrieb im Land einstellen zu wollen. Andere Marktplätze
wollten da von einem bevorstehenden Verbot noch nichts wissen, zogen
aber wenig später nach: Okcoin und Huobi kündigten laut einem Bericht
von Quartz ebenfalls an, alle Dienstleistungen für Kunden in
China einstellen zu wollen. Während sich der Handel bereits in andere
Staaten wie Japan, Südkorea und nach Nordamerika verlagert, fürchten
laut der South China Morning Post nun die Miner, dass sie nach den Initial Coin Offerings (ICOs) und den Börsen bald die nächsten sind. Der Krieg zwischen den Verfechtern von Kryptowährungen und den Regierungen habe begonnen, meint McAfee. (EnP)
